Ephemeres
Es ist ein Schmerz in dieser Welt,
Als ob die Zeit uns stets entgleitet,
Der Tod, er kommt, doch unerbeten,
Und nimmt, was uns im Herzen leitet.
Sie brachte uns den Geist zurück,
Der Wind, der durch die Seelen weht.
Ein Band, das in einem Augenblick,
nun nicht mehr einfach weitergeht.
Wir wollten reden, uns begegnen,
Doch bleibt das Wort nun ungesagt.
Die Momente, die wir einst ersehnten,
Sind nun verweht, wie Laub im Tag.
Die Schuld, sie nagt, doch unbegründet,
Denn keiner kann den Augenblick erfassen.
Es bleibt ein Rest, der unvollendet,
Und lässt uns in der Sehnsucht hassen.
Ein Leben, voll und doch so leer,
Die Liebe bleibt, doch unvollkommen.
Wir wünschen uns, dass sie noch wär',
Doch bleibt der Wunsch im Wind vernommen.
Ein Geist, der durch uns alle wirkt,
Dann in der Stille, da erwacht.
Er lebt in uns, in jeder Seele,
Wird er durch ihre Liebe neu entfacht.
Flüchtigs
Es git en Schmärz i dere Wält,
Als ob mer Zyt verplemperlet.
De Tod, er chunnt, und isch nöd bschtelt,
Und zrug bliibsch, allei, gschämperlet.
Sii hät üs dr Geischt zruggbracht,
De Wind, wo dur d Seele gaht.
Es Band, wo einigt süüfeli sacht,
doch jetzt eifach nümm bestaht.
Mir händ welle rede, üs begegne,
Aber d Wort verblaset no im Muul.
Dr Momänt, isch nie ganz glege,
Und jetzt wie Laub verblaase und fuul.
D Schuld, si naagt, hēr-, grundlos,
Will niemert cha de Momänt erfasse.
Es bliibt en Rescht, lēēr und blos,
Und laat üüs i dr Sehnsucht hasse.
Es Läbe, voll und doch so läär,
D Liebi bliibt, aber unvollkomme.
Mir wünschend, dass si doch no wär,
Aber d Wunsch wird nümm vernomme.
En Geischt, wo durch eus alli würkt,
Item, i dr Schtilli er erwacht.
Er lebt i üüs, und i jeder' Seel,
Wird er dur ihre Liebi neu entfacht.
(Für Beatrice, 23/03/2025)
